Herr Hagemeier, Sie sind einer der Geschäftsführer von TITELBILD. Wie sieht Ihr persönlicher Hintergrund aus, der Sie in diese Branche gebracht hat?Zu der Branche bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Die Idee war zunächst nur die, dass ich das Unternehmen kaufmännisch und technisch begleite. Ich bin davon ausgegangen, dass die technische Betreuung nicht viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Das war ein großer Irrtum. Da TITELBILD u.a. eine Schnittstelle zwischen Film, Fernsehen und DVD und dem sprachlichen Bereich darstellt, sind die technischen Ansprüche an unser Know-how recht hoch. Die technische Entwicklung schreitet sehr schnell voran, und wir müssen unseren Kunden mindestens ein Jahr voraus sein, um ihnen jeweils die optimale technische Lösung anbieten zu können.
Was fasziniert Sie an diesem Bereich?Zum einen der Umgang mit dem Medium Film, das ich liebe. Unsere Arbeit wird nie langweilig und bereichert mich auch persönlich. Dies gilt auch für unsere Übersetzungen. Wir decken so viele interessante Fachgebiete ab, dass auch dieser Bereich immer spannend ist. Zum anderen gefällt mir der Umgang mit den Menschen dieser Branche. Da es sich um einen sehr kreativen Bereich handelt, wird er auch von vielen interessanten Persönlichkeiten geprägt, denen allen die Leidenschaft zum Film gemeinsam ist. Das Arbeiten in diesem Umfeld ist ein ganz anderes als beispielsweise im angestammten Bereich der Finanzbranche.
Welche Rolle spielt Technik/Innovation für TITELBILD?Technische Innovationen spielen eine bedeutende Rolle für uns. Sie sind die Voraussetzung dafür, unsere Kunden kompetent, neutral und systemübergreifend beraten zu können, denn wir haben es stets mit sehr individuellen Bedürfnissen zu tun, die jeweils eine flexible Lösung verlangen. Unsere technischen Hilfsmittel werden ebenfalls immer besser und steigern gleichermaßen die Effektivität wie auch die Qualität unserer Arbeit. Mit Filmen, die als Datei auf der Festplatte vorliegen, kann man schneller untertiteln als das mit einem Videogerät möglich ist, und spezifische Glossare in unseren elektronischen Managementsystemen für Übersetzungen garantieren, dass unsere Kunden auch noch in zehn Jahren eine Übersetzung erhalten, die mit der heute angefertigten konsistent ist; und zwar auch dann, wenn eine andere Person daran arbeitet.
TITELBILD hat ein eigenes System erfunden, mit dem Untertitel bei Filmfestivals gezeigt werden können. Können Sie ganz kurz zusammenfassen, was BeamTitling® ist?BeamTitling® ist ein nicht invasives Untertitelungssystem, das in Kinos oder bei Filmfestivals verwendet werden kann. Der Vorteil davon ist, dass die Untertitel synchron in den Film projiziert werden; ohne die eigentliche Filmkopie zu verändern. Es ist eine ideale Lösung.
Was bedeutet BeamTitling® konkret für die Kinobranche?Es eröffnet die Möglichkeit, die Kopie eines beliebigen Films mit Untertiteln in jeder gewünschten Sprachen zu zeigen oder mit Untertiteln für Hörgeschädigte auf die Leinwand zu projizieren. Damit können sich Kinos neue Nischen am Markt schaffen. Sie können zum Beispiel durch dieses Angebot an das hörgeschädigte Publikum, das einen hohen Bevölkerungsanteil ausmacht, die Zuschauerzahlen deutlich steigern. Kinos mit dem Schwerpunkt „originalsprachliche Filme“ müssen nicht mehr auf eine der wenigen OmU-Kopien warten, sondern sind unabhängig in ihrer Planung und können alle Filmkopien wahlweise mit oder ohne Untertitel vorführen. Auch Filmfestivals kommt es zugute, denn sie können ihre Zuschauerzahlen steigern, wenn sie Vorführungen mit Untertiteln anbieten.
Können Sie in wenigen Worten zusammenfassen, was das Unternehmen TITELBILD für Sie ausmacht und von anderen Firmen abhebt?TITELBILD zeichnet sich dadurch aus, dass das Unternehmen aus dem Sprachbereich kommt und nicht aus der Technik, wie es sonst in der Branche üblich ist. Wir arbeiten ausschließlich mit professionellen muttersprachlichen Übersetzern, die ein fachlich breites Spektrum abdecken. Nur so können wir unseren hohen Qualitätsanspruch jederzeit gewährleisten. Das macht unser Team sehr leistungsstark und der – wie ich finde durchaus berechtigte – Stolz auf unsere Arbeit bildet darüber hinaus eine der Grundlagen für das angenehme Betriebsklima.